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Wolfgang Abendroth

Politik – Geschichte – Arbeiterbewegung

Kategorie

Gewerkschaftsbewegung

Diskussion und Integration statt Spaltung von Gewerkschaften

Marxistische Gewerkschaftstheorie 9: In der Abschlussdiskussion appelliert Abendroth noch einmal dafür, jeder Spaltung von Gewerkschaften entgegenzutreten.

Die letzte Diskussion des Seminars zur marxistischen Gewerkschaftstheorie schließt noch einmal an das Thema Gewerkschaft und Partei an. Ausgangspunkt war hier die Frage nach dem Umgang mit der damals sehr präsenten DKP. Aber auch christlich-demokratische Gewerkschafter wurden von links kritisch beäugt.

Abendroth macht seinen Standpunkt klar: Solange man als CDU-Mitglied Gewerkschaftler bleibt und seine Hauptfunktion als Gewerkschaftler sieht, solle man nicht willkürlich aus dem politischen Leben ausscheiden oder deshalb verketzert werden. Es gäbe natürlich immer Gewerkschafter, die als „Torpedos“ ihrer Parteien funktionierten, wogegen man sich innerhalb der Gewerkschaften wehren müsse. Aber man solle niemanden allein aufgrund seiner Parteimitgliedschaft verketzern und ihm verbieten, Gewerkschaftsfunktionen zu übernehmen.

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Gewerkschaft und Partei

Marxistische Gewerkschaftstheorie 8: Parteien organisieren das politische Lernen, und parteipolitisch unabhängige Gewerkschaften den gemeinsamen Kampf – Wolfgang Abendroth erläutert, wie diese Aufgaben miteinander verschränkt sind.

Soll man sich als linke/r Gewerkschafter/in in einer etablierten Partei engagieren? Oder  braucht die Gewerkschaftsbewegung eine neue, sozialistische und klassenkämpferische Partei? Diese Frage bewegte in den 1970er und 1980er Jahren viele engagierte Gewerkschafter.

Wolfgang Abendroth nimmt in der Fragerunde des Seminars zur marxistischen Gewerkschaftstheorie Stellung und erörtert die unterschiedlichen Gesichtspunkte dieses Fragekomplexes.

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Ökonomische Krisen und Bewusstseinsbildung

Marxistische Gewerkschaftstheorie 7: Wolfgang Abendroth erörtert, inwieweit ökonomische Krisen die Bewusstseinsbildung der Arbeiterklasse befördern.

In dieser Diskussionsrunde des Seminars zur marxistischen Gewerkschaftstheorie warnt Abendroth davor, politisch auf die Wirkung ökonomischer Krisen zu setzen und darauf zu hoffen, dass sich hieraus automatisch eine revolutionäre Situation ergibt, die in eine demokratische Gesellschaft führt.
Vielmehr hätten schwere ökonomische Krisen, ein ökonomischer Rückfall der Arbeiterklasse zunächst nur Katastrophenbewusstsein zur Folge. Und ein solches Katastrophenbewusstsein könne nach jeder Seite ausschlagen.

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Einheitsgewerkschaft, Diskussionsfreiheit und Gewerkschaften im Sozialismus

Marxistische Gewerkschaftstheorie 6: Wolfgang Abendroth betont die Bedeutung von Einheitsgewerkschaften und die Notwendigkeit überparteilicher Diskussionen.

In der Diskussionsrunde des Seminars skizziert Abendroth sein Modell und seinen Anspruch an eine Gewerkschaftsbewegung:

„Habe ich eine breite Bewegung – die brauche ich – von der ich weiß, sie kann nur handeln, wann und wo sie einheitlich handeln will. Wo also das Bewusstsein der ungeheuren Majorität der Mitglieder soweit entwickelt ist, dass sie das einheitliche Handeln wollen. Und wo es gleichzeitig natürlich gleichzeitig mehrere miteinander streitende und diskutierende theoretischen Richtungen gibt, die in Fragen der Analyse und der wissenschaftlichen Einordnung divergieren, wird es immer so sein, dass jede der diskutierenden Richtungen davon überzeugt ist, ‚meine Auffassung ist richtig‘. Sonst könnte das Ganze überhaupt nicht funktionieren. Daher muss ich jedem die Freiheit lassen, seine Auffassung zu vertreten.“

Wer in Wirklichkeit recht hat, entscheide sich an der Praxis und am wirklichen geschichtlichen Verlauf.

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Tägliche Kämpfe und Transformation der Gesellschaft

Marxistische Gewerkschaftstheorie 5: Wolfgang Abendroth erläutert, dass eine Transformation der Gesellschaft voraussetzt, dass immer wieder Klassenkämpfe innerhalb des Systems geführt werden.

Im Seminar über marxistischen Gewerkschaftstheorie erklärt Abendroth, dass alle gegenwärtigen Kämpfe immer nur Kämpfe innerhalb des bestehenden Systems sein können und noch keine Kämpfe um seine unmittelbare Transformation sind. Aber:

„Führe ich diese Kämpfe innerhalb des Systems nicht zur möglichsten Erweiterung des Spielraums der Arbeiterklasse, kann ich den Kampf um seine unmittelbare Transformation des Systems, der auf mich zukommt, nicht führen.“

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Ökonomisches und politisches Klassenbewusstsein

Marxistische Gewerkschaftstheorie 4: Man kann über Klassenkämpfe das Bewusstsein zu höheren Reifegraden und zu höheren politischen Forderungen führen.

Die Diskussion der Teilnehmer des Seminars zur marxistischen Gewerkschaftstheorie streift die Frage des Verhältnisses von Lohnkämpfen zu politischen Kämpfen.

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Gewerkschaften müssen Veränderungen erkämpfen

Marxistische Gewerkschaftstheorie 3: Abendroth sieht eine zentrale Aufgabe der Gewerkschaften darin, den Arbeitern bewusst zu machen, dass alles, was sie vom Gesetzgeber erhalten, durch ihren eigenen Kampf erstritten worden ist.

Mit Einführung der Sozialpartnerschaften in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dachten viele Zeitgenossen Abendroths, dass Klassenkämpfe unnötig geworden waren. Die Arbeitsverhältnisse und Sozialleistungen schienen sich – zumindest in den entwickelten Ländern – aus einer Systemlogik heraus zu verbessern. Und in den Nachkriegsboomjahren erachteten viele die Krisenanfälligkeit des Kapitalismus für überwunden.

Abendroth hielt dies für eine gefährliche Einschätzung der Situation. In diesem Ausschnitt seines Seminars zur marxistischen Gewerkschaftstheorie führt er seine Bedenken aus.

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Gewerkschaftliches Klassenbewusstsein und Kampf um die Reduktion der Arbeitszeit

Marxistische Gewerkschaftstheorie 2: Wolfgang Abendroth entwickelt in diesem Beitrag den Unterschied zwischen gewerkschaftlichem und politischem Klassenbewusstsein. Er rekonstruiert aus den historischen Tendenzen des Kapitalismus die Notwendigkeit des Kampfes um die Reduktion der Arbeitszeit und wirft einen Blick auf die Folgen der Automatisierung.

Abendroth schließt in dieser Sequenz des Seminars zur marxistischen Gewerkschaftstheorie  zunächst noch einmal an seine vorherigen Aussagen an: Marx-Engelsche Gewerkschaftstheorie sei eine Theorie, die der Praxis gewerkschaftlicher Arbeit und der Konstituierung der Gewerkschaftsbewegung in der Phase des liberalen Kapitalismus eine Basis bieten will.  Und sie ziele von vornherein nicht darauf ab, bestimmte und genaue Rezepte ein für alle Mal und für jeden Ort dieser liberal-kapitalistischen Gesellschaftsordnung vorschreiben zu wollen.

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Marx, Engels und die Gewerkschaften

Marxistische Gewerkschaftstheorie 1: In diesem Seminar skizziert Abendroth die Grundlagen der theoretischen Überlegungen über Gewerkschaften von Marx und Engels.

Abendroths Ausführungen in diesem Tondokument haben eine Leitfrage, die er zu Beginn so formuliert: „Was heißt eigentlich marxistische Gewerkschaftstheorie und was sagt sie heute?“

Er beginnt mit Marx und Engels und verdeutlicht zugleich, wie ein nicht-orthodoxer Umgang mit den sozialistischen Klassikern, mit Theorien und Ideen aussieht.

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